Logo_143
Start-160
Bastelkiste-160b
ZOO-SPLETT-blau-160b
Datenschutz-blau-160b
Impressum-blau-160

 

 

Bastelkiste

Spektrum

 

 

Hier sind ein paar Vorschläge zum Basteln.
Vorrichtungen, die das Aquarianerleben einfacher machen sollen. Oder auch nur ganz einfache Tipps und Utensilien für Meerwasseraquarianer.

line

 

Bastelkiste: In meiner Jugend hatte ich eine ca. 60x40x30 große Holzkiste mit Deckel, in der ich meine „Schätze” aufbewahrt habe. Da war alles mögliche drin: Rohre, Schläuche, Einzelteile von Luft-Pumpen (Kreiselpumpen gab es noch nicht!), Filtern usw. , Kleber, Messer, Säge und Schere. Mit einer Schere habe ich früher Löcher in Kunststoff gebohrt! Da war nichts mit Akkuschrauber und so! Da war das basteln mühsamer!

 

Ozonisierung über den Abschäumer
Kunststoff schweissen
Stahlfedern zum Rohre biegen
Löcher in Schaumstoff bohren
Schaumstoff schneiden
Lufthähne
Aquarienscheiben reinigen


 

 

#_line_3 

 

Ozonisierung über den Abschäumer
Hier ist ein sehr nützliches Teil bei der Ozonisierung von Seewasser durch den Abschäumer.
Es ist der Deckel eines Bubble-Magus-Abschäumers.  Die Kohle fungiert ausschließlich als Katalysator. Es funktioniert aber nur mit feiner Kohle, mit „Pelletskohle” geht zu viel Luft zwischen den Kohleröllchen hindurch und die Wirkung ist fast gegen null!
Durch die grünen Röhrchen gelangt die Luft des Abschäumers in den Behälter mit der Kohle und hier wird das überschüssige Ozon unschädlich gemacht. Funktioniert tatsächlich. Genaueres kommt irgend wann, wenn ich für diese Seiten mal mehr Zeit übrig habe. 
(Natürlich kann man auch ein größeres Rohr nehmen, dann kann man sich die Biegerei der grünen Luftröhrchen sparen. Und außerdem wird es - wie immer - mehrere - auch bessere -  Lösungen geben. Aber diese hier habe ich mir spontan ausgedacht und eigentlich finde ich sie gar nicht so schlecht.)
Im Betrieb hat dieses Teil nach einiger Zeit leider einen kleinen Haken: Da die Luft aus dem Abschäumer in der Regel wärmer als die Zimmerluft ist, kondensiert Wasser innerhalb der Vorrichtung. Das ist zwar nicht so schlimm, es hat mir aber nicht gefallen. zwinkern-transp_neu
Deshalb und überhaupt habe ich wie schon lange wieder ein Mal über ein richtig gutes Ozonkontaktrohr nachgedacht! Inzwischen habe ich eins „entwickelt”. Fotos und Beschreibung werden aber noch eine Weile dauern! Es gibt zu viele andere Dinge zu erledigen!

 

Abschäumertopf leer 300Abschäumertopf_m_Kohle 2 300












Bubble-Magus-Kohle-leer 300Bubble-Magus-Kohle-grob 300










oben


 

Kunststoff schweißen
Leister_Heissluftgeblaese_ThDie Außenwände und die Decke meines Zuchtraumes habe ich mit 3mm-PE-Platten verkleidet. (siehe > Isolierung) Die Plattenstöße wurden mit 3cm breiten PE-Streifen überbrückt und diese verschweißt, genauer „geheftet”. Das habe ich mit diesem Gerät gemacht. Leider sind die Geräte der Firma Leister nicht billig, sie sind aber sehr gut. Man kann sowohl die Temperatur als auch die Luftmenge exakt regulieren. Das ist beim Kunststoff schweißen wichtig. Es gibt „Schweißdrähte” aus verschiedenen Materialien und auch Durchmessern. So kann man nicht nur PE, Anlage_Zuchtraum_60er_Thsondern auch Axrylglas und PVC schweißen. Wahrscheinlich noch mehr, das habe ich aber nicht gemacht. Mit etwas Übung geht es ganz gut. Man muß nicht immer einen Schweißdraht nehmen, mit dem Vorsatz lnks kann man auch „heften”. Aus schwarzem PE habe ich einen ganzen Addeckkasten für die Beleuchtung und einige Zuchtutensilien usw. geschweißt. Wenn man sauber arbeitet, sind die Ergebnisse sehr gut. Scharzes PE ist etwas weicher, es läßt sich leichter verarbeiten. PE wäre ein sehr gutes Material für die Aquarisik, der Nachteil ist aber, daß es wenig Eigenstabilität hat, es ist etwas lappig. Z.B. würde sich der Deckel für die Beleuchtung  ohne Verstärkung stark durchbiegen. Der nächste Nachteil ist, daß es sich bei Temperaturunterschieden sehr stark verformt, sich also ausdehnt bzw. zusammenzieht.

oben


Stahlfedern zum Rohre biegen
Stahlfedern_zum_Rohr_biegen_ThMit solchen Stahlfedern kann man sehr gut Kunststoff-Rohre biegen. Normalerweise macht man nur den zu biegenden Teil des Rohres mit einem Heißluftföhn warm. Ich habe auch schon mal beides, also Rohr und Spiralfeder in das Backrohr geschoben. Man muß beachten, daß sich das heiße Rohr auch ohne Feder wieder geradebiegen will, wenn man also schnell arbeiten will oder mehr machen muß, hält man die fertige Biegestelle kurz unter kaltes Wasser, dann behält der Bogen seine Form.
Die richtigen Biegespiralfedern haben innen einen Art Draht, man kann sie nicht beliebig auseinander ziehen. Das ist deshalb, daß man die Federn besser aus dem Rohr heraus bekommt.
Man kann zwar Kunststoffrohre auch mit Sand füllen und biegen, das geht aber meistens nicht so ganz gut, auch wenn man schönen rieselnden Quarzsand hat und ihn richtig aufklopft, also im Rohr verdichtet. Wenn man keine Stahlfedern....


 

Löcher in Schaumstoff bohren
Schaumstoff-Lochschneider-2_ThSchaumstoff-Lochschneider-hinten_ThWenn man in Schaumstoff saubere Löcher bohren will, dann geht das mit einem dünnwandigen möglichst rostfreiem Rohr am besten. Man muß das Rohr etwas anschleifen, siehe Foto. Muß man nur wenige Löcher bohren, dann kann man sich einen Aufnahmedorn für die Bohrmaschine sparen, es geht auch so. So kann man den „Bohrkern” auch einfach aus dem Rohr heraus drücken, sonst muß Schaumstoff-Lochschneider-vorne_Thman ihn mit einer langen Pinzette oder gebogenem Draht herausfieseln.  Wichtig ist, daß man senkrecht bzw. in der Mitte bohrt! Hört sich einfach an, ist es aber nicht! Ich habe die anzubohrende Patrone immer etwas gedreht, so kann man am Besten sehen, ob man auch in der Mitte bohrt. Auch muß man das Loch um einige Millimeter kleiner bohren, damit das Rohr später richtig sitzt. Die Löcher für 25er Rohre habe ich mit einem 20er Rohr gebohrt.

Übrigens, Schaumstoff kann man nur in dünnen Stärken „stanzen”, da sich z.B. eine Schaumstoffpatrone beim zusammenpressen stark verbiegt und das Loch dann nicht mehr durch die Mitte geht.

 

oben


 

Schaumstoff schneiden
Machete_Th
Daß man Schaumstoff mit einem Elektromesser sehr gut schneiden kann dürfte inzwischen allgemein bekannt sein. Schleifscheibe_Flex_blau_ThSchleiflamellenteller_Lukas_ThWenn der Block jedoch größer ist als das Messer lang, geht es nicht mehr so richtig. Wenn man dann von zwei Seiten schneidet, entsteht Murks. Besser geht es mit einer scharf geschliffenen Machete, damit habe ich dann alles geschafft! Macheten sind nicht so teuer und man kann sie mit einem „Schleiflamellenteller” für die kleine Flex ziemlich leicht scharf bekommen. Die Scheiben auf den Fotos sind sehr gut. Mit der Schruppscheibe geht es auch. Ein alter Bauer hier im Dorf macht mit einer Schruppscheibe sogar seine Sense scharf - und die ist scharf! Und er kann auch noch richtig mit der Sense mähen! Nicht nur Brennnesseln - sondern kurzen Rasen!
Der Messerstahl darf nur nicht zu heiß werden, sonst verliert er die Härte. (Weiß der Fachmann sowieso)

Ein schlauer Aquarianer hat mir folgendes erzählt: Er hat den Schaumstoff immer in „matratzengroßen Stücken” bekommen, dann „naßgemacht” und das ganze Teil „eingefroren”, den „gefrorenen Schaum” hat er dann mit einer „Japansäge” kleingesägt.
Dazu ist folgendes zu sagen. Ein „matratzengroßes” Stück Schaumstoff geht in keine handelsübliche Tiefkühltruhe oder gar einen Tiefkühlschrank hinein, auch nicht zusammengelegt. Dazu benötigt man eine Tiefkühlzelle. So ein Ding hat nicht jeder, auch nicht der Nachbar! Offenporigen Schaumstoff (der blaue - manchmal auch schwarze - Filterschaumstoff ist „offenporig”) kann man nicht „naß machen”, wenn man oben Wasser hinein gießt läuft es unten wieder heraus - jedenfalls fast alles. Und eine „Japansäge” ist kein Superwerkzeug, sie ist nichts anderes als eine Säge, welche auf Zug arbeitet - eine normale Säge arbeitet auf Stoß. Das kann durchaus von Vorteil, sein wenn man auf einer Leiter steht und einen Ast absägen muß. Im Normalfall ist es aber ziemlich egal.
Ob der „Tipp” wirkllich erst gemeint war oder der Mensch mich auf den Arm nehmen wollte.... oder er den Tipp nur nachgeplappert hat  - ich weiß es nicht.
Jedenfalls ist die Geschichte ein Paradebeispiel dafür, wie man manche „Tipps” ganz schnell durchschauen kann.

oben


 

Lufthähne
Lufthaehne_gute_ThEs gibt verschiedene Lufthähne - gute und weniger gute. Die Kunsstoffhähne links sind alle recht gut. Der Grüne hat etwas weiche Nippel, aber einen Hahn mit Dichtung! Damit sie ganz dicht werden, muß man allerdings die Nippel herausnehmen und mit Uhu oder Tangit wieder einkleben. Vorsicht, den Nippel nicht zukleben, es soll ja noch Luft durchgehen.
Lufthahn_schlechter_ThDer VA-Hahn rechts macht zwar - besonders wenn er neu ist - optisch viel her. Leider waren sie alle undicht und ich habe keine Möglichkeit gefunden sie dicht zu bekommen. Wenn man sie unter Wasser hält sieht man die Luftblasen! Ich habe mindestens 100 solche Hähne weggeworfen und  mich sehr gewundert, daß ich noch einen zum fotografieren gefunden habe. Ob es inzwischen eine dichte Version gibt, weiß ich  nicht. Also zumindest vorher ausprobieren.

Lufthahn_Kugelhahn_ThGardena_Lufthahn_ThLinks ein kleiner guter Kugelhahn. Kugelhähne sind robust und schnell zu verstellen, aber meistens nicht so ganz genau zu regulieren. Man kann sie auch sehr gut zum einstellen vom Wasserzulauf verwenden, z.B. bei kleinen Zentralfiltern. Dieser Hahn ist eine Alternative für die Aquarianer, die Hähne von Gardena haben und Gardena_Lufthahn_nsg_Thmit diesen nicht zufrieden sind. Es gibt da nämlich eine Variante mit einem Bügel, die undicht ist. Jedenfalls kenne ich eine Serie. Rechts oben das „gute” Modell und darunter das undichte Modell. Möglicherweise liegt das an der Bauart, der obere Hahn ist auf der Unterseite geschlossen und der untere offen. Im Zweifelsfall die Hähne unter Druck unter Wasser halten.

oben


 

Aquareinscheiben reinigen
Da Aquarienscheiben veralgen, muß man sie manchmal reinigen. Die dafür verwendeten Magnete sehen an Wohnzimmeraquarien nicht nur nicht gut aus, sondern sie verkratzen auch die Scheiben. Das kommt daher, daß man auch weiter unten reinigt und das Reinigungsvlies sofort einige Sandkörnchen aufnimmt. Die reichen dann schon für die Kratzer.
Es gibt sehr viele verschieden Utensilien zum Aquarienscheiben reinigen. Die meisten haben leider neben Vorteilen auch einen Haken.
Küchenschwamm
das sind die zweiseitigen Schwämme zum abwaschen und zum allgemeinen Hausputz.. Eine Seite weicher Schwamm - meistens gelb - andere Seite härteres Reinigungsvlies - meistens dunkelgrau bis schwarz. Die harte Seite ist recht gut - wenn die Dinger neu sind und man mit moderater Kraft arbeitet. Sobald sie aber auch nur einige Körnchen Sand aufgenommen haben - das geht in Bodennähe des Aquariums ganz schnell - sind sie nur noch „Schleifpapier”. Wir hatten ein ähnliches Material auf einer Rolle, welches eigentlich zum maschinellen Holz schleifen/polieren gedacht war. Es war in der Anlage sehr gut, da war aber fast nirgends Kies und einige Kratzer auch nicht schlimm. Bei Wohnzimmeraquarien habe ich das Material nie genommen.
Magnete sind inzwischen wohl die beste Lösung für Meerwasserbecken. Vielleicht eins mit Klinge nehmen. Und natürlich die schwimmende Variante. Die Klingen kann man austauschen. Von Nachteil ist vielleicht, daß die Magnete, die auch gut haften meistens nicht gleichmäßig zu führen sind. Sie ruckeln fast immer. Kann nerven. Und dann bleibt natürlich die Optik. Wenn man sie an der Frontscheibe parkt stören sie eventuell die Optik.
Perlonwatte oder Perlonflies
Gut  an Stellen, wo man mit einem Klingenreiniger nicht hin kommt. Funktioniert sehr wohl, ist auch nicht so gefährlich wie Stahlwolle oder unser altes Polierflies. Geht aber nicht bei härteren Verunreinigungen. Bei weichem Algenbelag ist es ok. Man bekommt aber nasse Hände, bei einem langen Klingenreiniger bleiben sie trocken. zwinkern-transp_grau
Grober Filterschaum
Offenporigen Filterschaum gibt es mit verschiedenen großen „Löchern”. Wird in ppi - part per inch - gemessen = Loch per inch. Die etwas gröberen Schaumstoffe eignen sich sehr gut zum Scheiben putzen. Allerdings haben auch sie den Nachteil, daß sie Sandpartikel aufnehmen können. Allerdings weniger als die Küchenschwämme, da sie größere Löcher haben und sich feine Sandpartikel somit nicht so gut festsetzen können.

oben


Silikonpistolen
Silikonpressen_ThVerschiedene Arten von Silikonpistolen. Eigentlich ist es egal welches Modell man nimmt, es muß nur der Mechanismus zum Vorschub der Stange stabil sein. Ob die Kartuschenhalterung offen oder geschlossen ist macht keinen Unterschied. Subjektiv macht die geschlossene Variante mehr her. Sie hat auch einen guten Mechanismus und ist mir seit einiger Zeit am liebsten. Früher war dieses Modell nicht überall zu bekommen und recht gefragt, heute wird es auch von einem Billigheimer verkauft. Die schlechteste Pistole ist die hinterste blaue. Sie ist etwas unstabil. Bei öfterem Gebrauch leiert der Vorschubmechanismus aus. Damit das Silikon bei einer Arbeitspause nicht oder möglichst wenig nachdrückt, muß man kurz gegen den hinteren Hebel drücken. Das bewirkt, daß kein Druck mehr auf die Kartusche kommt und somit - fast - kein Silikon mehr herausgedrückt wird. Das Silikon soll bei längerem Nichtgebrauch möglichst wenig durchhärten, dafür drückt man ein bis zwei Zentimeter Material aus der Spritze heraus Silikon_Pfropf_Thund gut. Wenn nach einigen Wochen einige Zentimeter in der Spitze durchgehärtet sind, lassen sie sich am überstehenden Nippel herausziehen. Alle anderen Methoden das Durchhärten zu verhindern sind nicht so gut. Wenn, dann muß man die Spitze luftdicht versiegeln, z.B. mit einem Nippel wie er zum verschließen von PH-Elektroden verwendet wird oder einem auf einer Seite zugeschweißten Stück Schlauch. Die Spitze fest auf die Kartusche aufschrauben, die Stelle sollte auch luftdicht sein. Angeblich gibt es auch eine Art Hutmutter für die Kartuschen, da das Gewinde der Kartuschen aber sehr grob ist wird das auch nicht wirklich lange funktionieren.
Theoretisch könnte man die ganze Kartusche auch luftdicht mit einigen Körnern Silkagel verpacken. Das habe ich aber nie gemacht, also habe ich damit auch keine Erfahrung. Letztendlich wirken alle Abdichtungen nicht ewig, wenn man eine Kartusche erst nach einem halben Jahr wieder hervor holt, ist sie meistens trotzdem hart.
Man schneidet die Spitze zum bequemeren arbeiten immer etwas schräg ab, damit man während der Arbeit auch bei nicht mehr so sauberer Spitze noch sehen kann „wo oben und unten ist” habe ich sie manchmal mit Lackmalstift markiert. Die eine Seite bekam ein „+” und die andere ein „-”.

oben


 

Erstellt: Februar 2020
Letzte Bearbeitung:

 

© 2020  Uwe J. Splett, www.meerwasserfakten.de